Jakobs Drangsal – Vergangenheit oder Zukunft?

Eine „Watchmen from Jerusalem“ Lehre

Diese Studie wurde von Chuck und Karen Cohen geschrieben, Autoren des vierteljährlichen Rundbriefes „Watchmen from Jerusalem“ mit biblischer Sicht auf die Nachrichten, der Gläubigen helfen soll, mit Verständnis zu beten – in erster Linie für Ziele Gottes, die mit Israel zu tun haben.1 Chuck ist einer der Direktoren und ein Vorstandsmitglied von Intercessors for Israel, ein Gebetsdienst aus und für Israel.2

Jakobs Drangsal – die Frage

Warum sollten Gläubige dafür beten und jüdischen Menschen in den Nationen helfen, Alijah zu machen – in das Land Israel zurückzukehren – wenn zwei Drittel von ihnen in „Jakobs Drangsal“ (Jeremia 30,7) dort getötet werden?3

Es kursiert gerade eine Lehre in vielen Gemeinden und Diensten, dass Gott Sein Volk zurück in dem Land sammelt und dann zulassen wird, dass ein zweiter Holocaust – einige sagen, dass dieser sogar schlimmer sein wird, als der erste – über sie kommt. Grundlage dieser Lehrer ist der Glaube, dass eine siebenjährige Zeit des Drangsals beginnen wird, sobald die Gemeinde entrückt ist (die „Vor-Trübsal-Entrückungs-Lehre“). Zu Beginn dieser siebenjährigen Periode wird der Antichrist auftauchen. Er unterzeichnet ein Friedensabkommen mit Israel, lässt es sogar zu, dass der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut wird. Dann, mitten in dieser Zeit, nach dreieinhalb Jahren, bricht er das Abkommen mit Israel und beginnt einen Krieg, bei dem zwei Drittel der Juden sterben. Laut dieser Lehre wird diese Periode in der Schrift als „Jakobs Drangsal“ bezeichnet, ein Ausdruck, den man nur in Jeremia 30,7 findet.

Warum lässt Gott das zu? Es wird gelehrt, dass Sein Volk Israel, sogar nachdem Er es nach Hause gebracht hat, stur und halsstarrig bleiben wird, sich weigert Buße zu tun, oder die Knie vor Jesus als ihren Erretter zu beugen. Nachdem angeblich Millionen gestorben sind, werden die am-Leben-Gebliebenen schließlich Christus annehmen und zu Christen werden. Zur selben Zeit ist die entrückte Gemeinde im Himmel und genießt das Hochzeitsmahl des Lammes als Braut des Herrn Jesus Christus. Während es viele Variationen in den Details dieser Lehre gibt, widerspiegelt dies jedoch den grundsätzlichen Rahmen.

Als Intercessors for Israel sind wir oft gefragt worden, warum wir dafür beten, dass die Juden nach Israel zurückkehren, wenn diese Ereignisse sie in der Zukunft erwarten. Wir können aber für ihre Rückkehr beten und tun dies auch, denn diese Lehre ist weder mit Gottes Wort noch mit Seinem Wesen im Einklang.

Wir stimmen dem Apostel Paulus zu, dass wir alle „stückweise erkennen und stückweise weissagen“ (1. Korinther 13,9), und „wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel“ (1. Korinther 13,12).Wir sehen das ganze Bild nicht so klar, wie wir es gerne hätten. Wenn das Wort Gottes prophezeit, dann sehen wir es erst klar, nachdem es bereits wahr geworden ist, und dann können wir wie der Apostel Petrus sagen: „dies ist es, was durch den Propheten ... gesagt worden ist“ (Apostelgeschichte 2,16). Diesem Muster folgend können wir erkennen, dass „Jakobs Drangsal“ und „zwei Drittel ausgerottet“ bereits in der Vergangenheit liegen.

Jakobs Drangsal und zwei Drittel ausgerottet: Kontext, Kontext, Kontext

Wenn man Prophetie interpretiert ist es äußerst wichtig, den Kontext des Verses oder des Abschnittes zu betrachten, bevor man entscheiden kann, was es bedeutet. Am zweitwichtigsten ist es, die Prophetie buchstäblich zu interpretieren. Der Messias Jeschua wendete das prophetische Wort buchstäblich an – und wir vertrauen darauf, dass Er besser als jeder andere weiß, wie man mit Seinem Wort umgehen soll. Es gibt jedoch auch prophetische Offenbarungen, die nicht buchstäblicher Natur sind, und damit werden wir uns später noch befassen.

Es gibt zwei Verse, die meistens herangezogen werden, um zu „beweisen“, dass kurz vor der Rückkehr des Herrn die Kinder Israels ein zweiter Holocaust erwartet. Während es auch noch andere Verse gibt sind diese beiden die Hauptquellen, die diese besondere Strömung der Lehre speisen. Wie wir sehen werden sind beide Verse bereits buchstäblich in Erfüllung gegangen.

Jeremia spricht in Kapitel 30 bis 33 über die letzten Tage dieses Weltsystems. Mindestens neunzehn Mal in diesen vier Kapiteln sagt Gott oder deutet an, dass Er Israel in Sein Land zurück bringen wird, dass Er Jakobs Nachkommen aus der Gefangenschaft oder dem Exil herausführen wird und sie in ihrem durch Gott zugewiesenen Heimatland ansiedeln wird. Den Beweis, dass diese Wiederherstellung in den letzten Tagen stattfinden wird, findet man in dem letzten Vers von Jeremia 30: „Die Zornglut von YHWH4 wird nicht nachlassen, bis er die Gedanken seines Herzens ausgeführt und zustandegebracht hat; am Ende der Tage [wörtlich auf hebräisch: die letzten Tage] werdet ihr es verstehen“ (Jeremia 30,24).

Wie bereits erwähnt, ist Jeremia 30,7 die einzige Stelle in der Schrift wo der Ausdruck „Jakobs Drangsal“ auftaucht. Hier ist die Stelle im Kontext: „Das aber sind die Worte, die YHWH zu Israel und Juda gesprochen hat: So spricht YHWH: Wir haben ein Schreckensgeschrei vernommen; da ist Furcht und kein Friede! Fragt doch und seht, ob auch ein Mann gebiert! Warum sehe ich denn, dass alle Männer ihre Hände auf den Hüften haben wie eine Gebärende, und dass alle Angesichter bleich geworden sind? Wehe! Denn groß ist dieser Tag, keiner ist ihm gleich, und eine Zeit der Drangsal ist es für Jakob; aber er wird aus ihr errettet werden“ (Jeremia 30,4-7).

Kapitel 30 fährt fort und beschreibt den größeren Zeitraum, in dem dies alles geschehen wird: „Und es soll geschehen an jenem Tag [die Zeit von Jakobs Drangsal], spricht der Herr der Heerscharen, dass ich sein Joch von deinem Hals wegnehmen und zerbrechen werde und deine Fesseln zerreiße, so dass Fremde [Nichtjuden] ihn nicht mehr knechten sollen; sondern sie werden dem Herrn, ihrem Gott, dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will. Darum fürchte dich nicht, du, mein Knecht Jakob, spricht der Herr, und erschrick nicht, Israel! Denn siehe, ich will dich aus einem fernen Land erretten und deine Nachkommen aus dem Land ihrer Gefangenschaft, und Jakob wird zurückkehren, ruhig und sicher sein, und niemand wird [ihn] aufschrecken“ (Jeremia 30,8-10).

In biblischer Prophetie sehen wir oft eine teilweise Erfüllung während wir auf die endgültige Erfüllung warten. Der vorrangige Beweis bei Endzeitprophetien ist, dass Israel als Nation in das Land im Unglauben zurückkehrt und dann, in dem Land, Gott ihnen den Messias Jeschua offenbart. Also müssen die oben genannten Schriftstellen, die darüber sprechen, dass Israel Gott und David dient – wahrscheinlich Davids Sohn, Jeschua – noch erfüllt werden, obwohl das Wachstum des israelischen messianischen Leibes seit 1967 nichts weniger als ein Wunder ist.

Laut diesen Versen in Jeremia findet „Jakobs Drangsal“ statt, bevor Israel in das Land zurückkehrt und bevor Israel wieder eine unabhängige Nation wird. Israel wurde in 1948 wieder zu einer Nation. Ist den Nachfahren Jakobs vor 1948 irgendetwas zugestoßen, das man als „Jakobs Drangsal“ identifizieren könnte? Während einige glauben, dass die gesamten 1900 Jahre des Exils als Jakobs Drangsal angesehen werden könnten – und dafür kann man gut argumentieren – ist jedoch offenbar die Spitze dieser Erfüllung der dämonisch inspirierte Nazi-Holocaust. Die Prophetie von Jakobs Drangsal ist bereits erfüllt worden.

Wie zuvor bereits kurz erwähnt, kann es auch eine zukünftige Erfüllung geben, basierend auf dem geistlichen Prinzip „jetzt-und-noch-nicht“, die für einige prophetische Passagen gilt.5 Wenn wir dem Text treu bleiben, dann würde dieses Prinzip darauf hindeuten, dass wenn es eine weitere Welle von antisemitischem Hass, der zum Tod von vielen Juden führt, geben sollte, dies im Exil passieren würde. Juden, die sich weigern, nach Zion zurück zu kehren sind – und werden es auch weiterhin sein – in viel größerer Gefahr, als die Juden, die bereits nach Hause gekommen sind.

Dies wurde Ende des Sommers von 2015 geschrieben. Hier eine Frage an die Juden im Exil, von denen die meisten in Nordamerika und in Europa leben: Vertraut ihr wirklich darauf, dass euch Obama, Merkel, Cameron usw. Rückendeckung geben werden? Dank sei Gott, dass Premierminister Stephen Harper in Kanada eine gesegnete Ausnahme unter den Oberhäuptern ist! Aber die Ausnahme bestätigt die Regel. Sollte das jüdische Volk seine Kinder und Enkelkinder kompromissfreudigen, beschwichtigenden Politikern anvertrauen? Einige dieser Politiker würden nicht einmal „Islam“ und „Terrorismus“ im gleichen Atemzug nennen. Oder wäre es nicht doch besser, wenn jemand wie Netanyahu, mit all seinen Fehlern, und die wundersam auferweckte israelische Armee (Hesekiel 37,10) auf sie und ihre Zukunft aufpasst, in einer Nation, die durch Gott gemäß Seinen Verheißungen wiederhergestellt worden ist?

Der hässliche „zwei Drittel“ Vers

Der zweite Vers, der oft von denjenigen herangezogen wird, die an die besprochene Lehre glauben, ist Sacharja 13,8-9: „Und es soll geschehen, spricht der Herr, dass im ganzen Land zwei Drittel ausgerottet werden und umkommen, ein Drittel aber soll darin übrigbleiben. Aber dieses [letzte] Drittel will ich ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, und ich will es prüfen, wie man Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich will ihm antworten; ich will sagen: ‚Das ist mein Volk!’ und es wird sagen: ‚YHWH ist mein Gott!’“ 

Bei IFIs jährlicher Gebetskonferenz im Januar 2015 wurde eine Botschaft über Sacharja 12-14 gegeben6, die erklärte, warum sich das mittlere Kapitel auf den Zeitraum um das erste Kommen des Herrn bezieht und nicht auf das zweite Kommen, auf das wir alle noch warten. Kurz gesagt, Sacharja 12 endet damit, dass ganz Israel errettet wird, wenn sie auf den Einen sehen, den sie durchstochen haben und um ihn klagen, als ob Er ihr eigenes kostbares einziges Kind wäre (12,10). Im Hebräischen steht für das Wort, das im Deutschen mit „auf“ übersetzt wird, „zu/hin zu“, wie mit geistlichen Augen. Wenn ganz Israel errettet wird, wenn es Jeschua zurückkehren sieht, dann sagen wir schließlich, dass die Nichtjuden durch Glauben errettet werden, Juden aber durch das Sehen. Nirgends in der Bibel und vor allem nicht im Neuen Testament werden wir so etwas gelehrt. Tatsächlich betont Paulus, dass das Evangelium sowohl für Juden als auch Nichtjuden gilt (Römer 1,16) und dass alle aus Gnade durch den Glauben errettet sind – ein überwältigendes Geschenk von Gott (Epheser 2,8).

Dann stellt Sacharja 13,1 klar, wie ganz Israel errettet werden wird, indem er prophezeit: „An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner von Jerusalem ein Quell eröffnet sein gegen Sünde und Unreinheit.“ Dieser Quell ist am Kreuz eröffnet worden, was für Sacharja immer noch 400 Jahre in der Zukunft lag. Aber wenn dies nicht erfüllt wurde, als Jeschua starb, wie konnten dann so viele Juden in den Jahrhunderten seit dieser Zeit errettet werden? Und wenn keine Juden errettet wurden, wie können dann Nichtjuden das Evangelium gehört haben? Bitte vergesst nicht, dass es bis Apostelgeschichte 10 keine Nichtjuden in der Gemeinde gegeben hat. Wir danken Gott; dieser Quell ist eröffnet worden und bleibt bis heute offen.

Den zweiten Beweis, dass Sacharja 13 bereits erfüllt ist, findet man in Vers 7: „Schwert, erwache gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mein Gefährte ist! spricht der Herr der Heerscharen. Schlage den Hirten, und die Schafe werden sich zerstreuen; und ich will meine Hand den Geringen zuwenden!“

Vergleiche dies mit dem, was Jeschua sagte, als Er und Seine Jünger den Garten Gethsemane verließen: „In dieser Nacht werdet ihr alle Ärgernis nehmen an mir. Denn es steht geschrieben (Sacharja 13,7): ‚Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen’“ (Matthäus 26,31; vgl. Markus 14,27). Also sagte Jeschua selbst, dass dieser Vers sich erfüllen würde, noch bevor Er ans Kreuz ging.

Gleich der nächste Vers in Sacharja lautet: „Und es soll geschehen in dem ganzen Lande, spricht der HERR, dass zwei Teile darin ausgerottet werden sollen und untergehen, und nur der dritte Teil soll darin übrig bleiben“ (Sacharja 13,8). Ist etwas Derartiges in der gleichen generellen Zeitperiode passiert, auf die sich dieses Kapitel bezieht? Erinnert euch, Jeschua weinte über Jerusalem weil Er wusste, was sich bald ereignen würde. „Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist“ (Lukas 19,41-44).

Die Trumpet Sounds Internetseite schreibt: „... in den tragischen Massakern durch die Hände der Römer in 70 und 132 n. Chr. verringerte sich die Gesamtzahl der Juden von 4,5 Millionen auf 1,5 Millionen. In der Tat ist diese Prophetie genau so zur Erfüllung gekommen, wie Sacharja sie vorausgesagt hat. Zwei Drittel des jüdischen Volkes starb in dieser entsetzlichen Säuberungsaktion und ein Drittel wurde am Leben gelassen, um in alle Nationen verstreut zu werden.“7

Der Artikel stellt auch fest, dass viele andere Christen und sogar einige jüdische Autoren und Historiker dies gesagt haben und es werden einige genannt: Matthew Henry, Keil & Delitzsch, John Walvoord, John Wesley und Josephus.

Auch wenn Gog und Magog und Armageddon andere endzeitliche Ereignisse sind, die nichts damit zu tun haben, was wir hier klarstellen wollen, ist es doch wichtig anzumerken, dass in dem Gog und Magog Kampf (Hesekiel 38-39) diejenigen gegen das Land heraufziehen, die mit Gott im Zwiespalt sind! Und Armageddon kann mit Sacharja 14 verglichen werden, weil dies offenbar der letzte Kampf ist wenn der Herr Jeschua kommt, um Sein Königreich auf Erden zu etablieren. Tatsächlich wollen wir uns dies noch genauer ansehen.

Und Seine Füße werden auf dem Ölberg stehen

Sacharja 14,1-4 beschreibt den Zeitraum kurz vor der Rückkehr des Herrn Jeschua. Während diese ersten Verse Parallelen dazu sind, was in Kapitel 12 darüber gesagt wird, dass die Nationen gegen Jerusalem heraufziehen, nimmt die Intensität hier zu, bis zum Höhepunkt Seiner glorreichen Rückkehr. Kapitel 12 passiert heute – diplomatisch und auf eine verdeckte Art und Weise und praktisch, indem die Terrorangriffe zunehmen. Fast alle Nationen stellen Israels Recht auf ganz Jerusalem in Frage. Wenn sie dann von dieser diplomatischen Haltung nach und nach zu einer aktiven militärischen Haltung übergehen und tatsächlich Truppen aussenden, die Israel aus dem Land werfen sollen, das Gott dem jüdischen Volk versprochen hat, wird Gott ihnen sowohl göttlichen als auch menschlichen Schutz schenken (12,4-9). Der menschliche, erdgebundene Schutz wird das Ergebnis dessen sein, dass Gott weiter die israelische Armee als eine mächtige Kampfmaschine benutzt (Jesaja 41,14-16; Jeremia 51,20; Hesekiel 37,10; Micha 4,11-13; Sacharja 10,3-8 u. a.). Das hebräische Wort, das in 12,5-6 als „Fürsten“ übersetzt wurde, lautet allufim, was das moderne hebräische Wort für „Generäle“ ist, im militärischen Sinn.

Und doch wird eine Zeit kommen, in der es Gott zulassen wird, dass Jerusalem für eine kurze Zeit geteilt wird. „Da werde ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden; und die Hälfte der Stadt muss in die Gefangenschaft ziehen; der Überrest des Volkes aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden“ (14,2). Dieser Vers war bis vor Kurzem schwer zu verstehen. Wie erobern die Nationen die Stadt Jerusalem – nehmen aber nur die Hälfte? Beschreibt das nicht exakt das, was die Welt will – den Staat Palästina erschaffen, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt? Und die Beschreibung dessen, was den Juden passiert, die auf der falschen Seite dieser internationalen Teilung hängen bleiben ist eine passende Beschreibung dessen, was den Juden in der Geschichte immer passiert ist, wo auch immer sie der „Gnade“ ihrer Feinde ausgeliefert waren – egal ob dies die „Kirche“ in Europa oder die Moslems im Nahen Osten waren.

Weil dies jedoch offenbar die Rückkehr Jeschuas auslöst, kann diese Situation nicht lange Zeit so bestehen bleiben. Es handelt sich definitiv nicht um „Jakobs Drangsal“ oder die „zwei Drittel“, die ausgerottet werden. Deshalb vermuten wir, dass wir uns der Rückkehr des Herrn viel näher befinden, als viele Christen im Westen meinen. Anscheinend hoffen die Christen in dem verführerischen Komfort des „zivilisierten“ Westens: „Vielleicht nachdem die Kinder verheiratet sind und wir unsere Enkelkinder gesehen haben – dann wäre es gut, wenn Jesus zurückkommen würde.“ Nachdem Christen jetzt ernsthaft verfolgt werden kann Er gar nicht früh genug kommen.

Ehre sei Gott

Gott bringt Sein Volk zurück, nicht etwa weil die Juden schlauer, netter, besser aussehend oder gerechter als jede andere Volksgruppe wären. Nein, Er tut dies, um Seine Versprechen an die Juden zu erfüllen, zur Erhebung Seines heiligen Namens. Alles, was zu diesem Ergebnis führt, sollte das Ziel des Lebens, der Gebete und der Werke aller wiedergeborenen Kinder Gottes sein. Obwohl diese beiden Verse – Jeremia 30,7 und Sacharja 13,8 – bereits erfüllt sind, werden sie dazu missbraucht, um Christen davor zu warnen, Juden zu helfen, nach Hause zu kommen. Natürlich will der Feind, dass die Juden leicht zugänglich im Exil bleiben, aber Gott wünscht, dass sie jetzt nach Hause kommen! Er hat die Fischer einhundert und zwanzig Jahre lang ausgesendet. Er hat vor siebzig Jahren begonnen, die Jäger auszusenden und inzwischen ist die Zeit wirklich knapp geworden (Jeremia 16,16).

Gottes Gericht über Israel – das Exil

In den Kapiteln des alten Testamentes, in denen die Segen und Flüche aufgelistet sind, die mit dem Bund Gottes zusammenhängen, ist der letzte Fluch/Gericht das Exil. Diese beiden Kapitel befassen sich mit Seinem auserwählten Volk, Israel, als Nation, nicht als Einzelpersonen, und als ultimative Drohung wird das Exil aus Israels verheißenem Erbe genannt – dem Land8 – wobei die Menschen unter den Heiden/Nationen verstreut werden.9 Dies würde nicht nur die Juden beschämen, die dazu gezwungen wären, unter Heiden in der Dunkelheit zu leben, sondern auch dem Namen Gottes einen schlechten Ruf verleihen, oder wie Er in Hesekiel 36,20-23 sagt, durch ihr Exil entweihen sie Seinen Namen.

Hier sind die relevanten Verse aus 3. Mose 26 und 5. Mose 28.

3. Mose 26,14-16a; 38-45: „Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und alle diese Gebote nicht tut, und wenn ihr meine Satzungen missachtet und eure Seele meine Rechtsbestimmungen verabscheut, dass ihr nicht alle meine Gebote tut, sondern meinen Bund brecht, so will auch ich euch dies tun: Ich will Schrecken, Schwindsucht und Fieberhitze über euch verhängen, so dass die Augen matt werden und die Seele verschmachtet ... sondern ihr werdet unter den Heidenvölkern umkommen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen. Und die Übriggebliebenen von euch, die sollen wegen ihrer Schuld dahinschwinden in den Ländern eurer Feinde; und auch wegen der Schuld ihrer Väter sollen sie mit ihnen dahinschwinden. Dann werden sie ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter bekennen samt ihrer Untreue, die sie gegen mich begangen haben ... Und wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz [im Exil] demütigt, so dass sie dann ihre Schuld annehmen, so will ich an meinen Bund mit Jakob gedenken, und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham, und ich will an das Land gedenken. Aber das Land wird von ihnen verlassen sein, um seine Sabbate zu genießen, indem es ohne sie öde liegt ... Jedoch, auch wenn sie im Land der Feinde sein werden, so will ich sie nicht so verwerfen und sie nicht so verabscheuen, dass ich ein Ende mit ihnen mache oder meinen Bund mit ihnen breche; denn ich, der Herr, bin ihr Gott. Und ich will zu ihren Gunsten an meinen ersten Bund gedenken, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte vor den Augen der Heidenvölker, um ihr Gott zu sein. Ich bin der Herr.“

5. Mose 28,15; 62-68: „Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorchst, so dass du alle seine Gebote und Satzungen nicht bewahrst und tust, die ich dir heute gebiete, so werden all diese Flüche über dich kommen und dich treffen ... Und ihr werdet als ein kleines Häuflein übrigbleiben, die ihr doch so zahlreich gewesen seid wie die Sterne des Himmels, weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorcht hast. Und wie der Herr sich euretwegen zuvor freute, euch Gutes zu tun und euch zu mehren, so wird der Herr sich euretwegen freuen, euch zu verderben und euch zu vertilgen, und ihr werdet herausgerissen werden aus dem Land, in das du jetzt ziehst, um es in Besitz zu nehmen. Denn der Herr wird dich unter alle Völker zerstreuen ... und du wirst dort anderen Göttern dienen, die dir und deinen Vätern unbekannt waren ... Dazu wirst du unter diesen Heiden keine Ruhe haben ... der Herr wird dir dort ein bebendes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele. Dein Leben wird vor dir an einem Faden hängen; Tag und Nacht wirst du dich fürchten und deines Lebens nicht sicher sein.“

Wie wir sehen können, sind diese Verse ein prophetisches Portrait dessen, was der jüdischen Nation nach der Zerstörung Jerusalems und ihres Tempels in 70 n. Chr. und der vollkommenen Zerstreuung der Nation in 135 n. Chr. passiert ist. Dies passt auch zur Bedeutung von Jakobs Drangsal, die in Jeremia erwähnt wird. Wir sehen, dass die schlimmsten Flüche (Gericht) im Exil unter den Heiden auf sie warteten. Der Punkt ist einfach der, dass für Israel als Nation das ultimative Gericht das Exil ist. Sollten wir also erwarten, dass Gott in den letzten Tagen Seine Methoden im Umgang mit Israel ändert und das bislang schlimmste, erschreckendste Blutvergießen zurückhält, für die Zeit, wenn die Juden nach Hause zurückkehren? „Denn ich, der Herr, verändere mich nicht; deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrundegegangen“ (Maleachi 3,6). Gottes prophetische Versprechen, dass es Seinem Volk besser ergehen wird, nachdem Er sie wieder eingesammelt hat, können heute in Israel gesehen und bestaunt werden.

Einsammlung, Segnung und Errettung

Zu Versuchen, vom Negativen kommend ein Argument zu beweisen, ist schwierig. Deshalb wollen wir uns Beispiele Seiner vielen Versprechen, Israel Gutes zu tun, wenn Er Jakob in den letzten Tagen aus dem Exil zurück holt, ansehen. Was wir herausfinden werden ist, dass die bloße Anzahl dieser Erklärungen bei weitem die wenigen Verse überwiegt, die missbraucht werden, um diese „Jakobs Drangsal steht noch bevor“ Lehre zu entwickeln.

Jesaja 40-66 enthält viele exakte Anweisungen Gottes für Seine Gemeinde über Israels endzeitliche Wiederherstellung. Er befiehlt Seinem Leib, mit Ihm in der Rückholung des Volkes Israels in sein Land und zu seinem Messias zusammenzuarbeiten. Also sogar wenn es möglicherweise eine „Rückholung zur Zerstörung“ sein würde, eine Theorie, die wir ablehnen, müsste die Gemeinde trotzdem dabei helfen, weil es ein direkter Befehl Gottes an sie ist. Da gibt es keine Entschuldigung.

Jesaja 40,1-2: „Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Frondienst vollendet, dass ihre Schuld abgetragen ist; denn sie hat von der Hand des Herrn Zweifaches empfangen für alle ihre Sünden.“

Zu wem spricht Gott dies? Zu einem Volk, das nicht jüdisch ist aber ein Volk, das erklärt, dass der Gott Israels auch sein Gott ist. Die einzigen Menschen in der gesamten Geschichte, auf die diese Beschreibung zutrifft, ist die wahre Gemeinde. Nun, warum würde Gott die Gemeinde bitten Israel zu trösten, wenn das Schlimmste noch bevorsteht?

Jesaja 43,5-7: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln. Ich will zum Norden sagen: Gib heraus! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe.“

Dies wurde noch nicht erfüllt, als die Juden nur aus Babylon zurückkehrten, denn zu der Zeit gab es höchstens eine Rückkehr aus dem Norden und Osten. Hier prophezeit Gott eine weltweite Rückkehr – die Rückkehr, die wir heute sehen. Juden strömen seit den frühen 1880ern aus über 100 verschiedenen Nationen zurück in das Land. Warum ist das wichtig? Weil es mit der Ehre Gottes, Seinem Namen und Seinem Ansehen zusammenhängt. Wir werden dies noch klarer sehen, wenn wir das Buch Hesekiel betrachten, doch in diesem Kapitel von Jesaja, in Vers 21, fügt Gott das  i-Tüpfelchen hinzu. Er sagt: „... das Volk, das ich mir gebildet habe, damit sie meinen Ruhm verkündigen.“ Wie könnte Gott alle Ehre und allen Ruhm von denen, gegenüber denen Er Seine Versprechen erfüllt, erhalten, wenn Er es noch zulässt, dass sie aus Unglauben abgeschlachtet werden?

Jesaja 49,22: „So spricht Gott, der Herr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden hin erheben und für die Völker mein Banner aufrichten; und sie werden dir deine Söhne im Gewandbausch herbringen, und deine Töchter werden auf der Schulter herbeigetragen werden.“

Im Tanach ist die Hand Gottes oft symbolisch für Jeschua, der jetzt in Herrlichkeit zur „Rechten“ Gottes sitzt (Psalm 110,1; 118,15-16). Wer wären die einzigen Nichtjuden in der ganzen Geschichte, die überhaupt zur Hand des Gottes Israels hinsehen würden? Nur die wahre Gemeinde – und ihr wird hier die Aufgabe übertragen, dabei zu helfen, die Juden nach Hause zurück zu tragen. Wie könnte das jedoch die Juden zur Eifersucht reizen (Römer 11,11), wenn die Nichtjuden sagen, während sie ihnen helfen zurückzukehren, dass die meisten von ihnen die Zerstörung erwartet? Sogar jetzt gerade verurteilen Juden in den israelischen Medien die Christenheit wegen dieser kranken Heuchelei, und das zu Recht, denn einige Christen, die hier hergekommen sind um „zu helfen“, haben Israelis über diese Lehre unterrichtet.

Jesaja 52,7-10: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil verkündigt, der zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König! Da ist die Stimme deiner Wächter! Sie werden ihre Stimme erheben und miteinander jauchzen; denn mit eigenen Augen werden sie es sehen, wenn der Herr wieder nach Zion kommt. Ihr Trümmer Jerusalems, freut euch und frohlockt miteinander! Denn der Herr hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst! Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Heiden; und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen!“

Das hebräische Wort für „Freude“ und „gute Botschaft“ ist das Wort, das wir im modernen Hebräisch für „Evangelium“ verwenden, buchstäblich die gleiche „gute Nachricht“ wie im Griechischen des Neuen Testaments. Gott spricht hier zu einem Volk, das nicht jüdisch ist, ein Volk, das die gute Nachricht der Errettung kennt und Er sagt ihnen, dass sie zu dem unerretteten Zion sagen sollen: „Dein Gott herrscht als König!“ Wenn ein Gläubiger das nicht in vollem Glauben zu einem unerretteten Juden sagen kann, in wen genau setzt dann dieser Gläubige sein Vertrauen? Der Gott Israels ist der einzige Gott, den es gibt. Kann es sein, dass viele in der heutigen Kirche tatsächlich an einen „anderen Jesus und ein anderes Evangelium“ glauben, weil sie von einem „anderen Geist“ infiziert sind (2. Korinther 11,4; Galater 1,6-9), einer, der sich weigert, Israel immer noch als Gottes auserwähltes Volk zu sehen und anzuerkennen, dass die Juden immer noch Geliebte um der Väter willen sind (Römer 11,28)?

Der Rest dieses Abschnittes aus Jesaja sagt aus, dass Gott Sein Volk trösten und erlösen wird, wenn die verwüsteten Orte Jerusalems wieder hergestellt werden. Und dies wird etwas anderes zum Ergebnis haben, das in den Prophetien oft erwähnt wird – dass die Wiederherstellung Israels dazu führen wird, dass Massen von Nichtjuden den Gott Israels kennen lernen werden.

Jesaja 60,1-12: „Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen, und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh um dich: Diese alle kommen versammelt zu dir! Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arm herbeigetragen werden. Wenn du dies siehst, wirst du vor Freude strahlen, und dein Herz wird klopfen und weit werden; denn der Reichtum des Meeres wird dir zugewandt, die Schätze der Nationen/Heidenvölker werden zu dir kommen ... sie alle werden von Saba kommen, Gold und Weihrauch bringen und mit Freuden das Lob des Herrn verkündigen ... ich will das Haus meiner Herrlichkeit noch herrlicher machen. Wer sind die, welche gleich einer Wolke daherfliegen und wie Tauben zu ihren Schlägen? Ja, auf mich warten die Inseln, und die Tarsisschiffe [kommen] zuerst, um deine Söhne aus der Ferne herzubringen, samt ihrem Silber und Gold, für den Namen des Herrn, deines Gottes, und für den Heiligen Israels, weil er dich herrlich gemacht hat. Und Fremdlinge werden deine Mauern bauen und ihre Könige dich bedienen; denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich. Deine Tore sollen stets offen stehen und Tag und Nacht nicht zugeschlossen werden, damit der Reichtum der Heidenvölker herzugebracht ... werden können. Denn das Volk und das Königreich, das dir nicht dienen will, wird umkommen, und diese Nationen sollen vollständig vertilgt werden.“

Diese Prophetie erfüllt sich, wenn „Finsternis“, oder auch „tiefes Dunkel“ genannt, die Erde und die Völker bedeckt. Willkommen in der heutigen Welt! Einen Lebensstil zu leben, den Gott abscheulich nennt, ist jetzt die „neue Gerechtigkeit“, während alle, die dem entgegen stehen, als Feinde der Menschheit angesehen werden, Feinde der Liebe und des Friedens, sogar Feinde Gottes – der, wie es uns die billige Gnade sagt, „einfach nur so sehr liebt, dass egal was wir tun, es wirklich keine Rolle spielt.“ Nun, es spielt keine Rolle, außer man besteht darauf, dass die Bibel wirklich das Wort Gottes ist und Er tatsächlich meint, was Er sagt; dann wird man von der Welt als Teil des Problems gesehen, anstatt der Lösung. Aber gleichzeitig gibt es ein Volk, das sieht, wie Gott Seine Versprechen an Seine auserwählte Nation Israel erfüllt. Diese Nichtjuden helfen dabei, die Juden nach Hause zu tragen – sie spenden sogar Geld, damit das passieren kann. Wer sind sie? Sie sind Nichtjuden, die „das Lob des Herrn verkündigen“ und die Juden nach Hause bringen, „für den Namen des Herrn, deines Gottes, und für den Heiligen Israels.“ Noch einmal, damit kann nur die wahre Gemeinde gemeint sein. Während es auch andere gegeben hat, die keine Christen waren und bei der jüdischen Rückkehr mitgeholfen haben, ist es die wahre Gemeinde, die sowohl in England als auch Schottland damit begonnen hat, für die jüdische Rückkehr aus dem Exil in den 1700ern zu beten und die wahre Gemeinde hat seit den 1990ern Hunderttausenden von Juden geholfen Alijah zu machen. Was wir sehen, ist das, wovon der Prophet gesprochen hat.

Die obige Warnung, die Gott an die Nationen/Nichtjuden, die es wagen, Seiner endzeitlichen Wiederherstellung Seines Volkes in die Quere zu kommen, ausspricht, ist durchaus schwerwiegend: „Denn das Volk und das Königreich, das dir nicht dienen will, wird umkommen, und diese Nationen sollen vollständig vertilgt werden.“10

Jesaja 62,1-7: „Um Zions willen schweige ich nicht, und um Jerusalems willen lasse ich nicht ab, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine brennende Fackel. Und die Heiden werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit; und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der Mund des Herrn bestimmen wird. Und du wirst eine Ehrenkrone in der Hand des Herrn sein und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. Man wird dich nicht mehr ‚Verlassene’ nennen und dein Land nicht mehr als ‚Wüste’ bezeichnen, sondern man wird dich nennen ‚Meine Lust an ihr’ und dein Land ‚Vermählte’; denn der Herr wird Lust an dir haben, und dein Land wird wieder vermählt sein. Denn wie ein junger Mann sich mit einer Jungfrau vermählt, so werden deine Söhne sich mit dir vermählen; und wie sich ein Bräutigam an seiner Braut freut, so wird dein Gott sich an dir freuen. O Jerusalem, ich habe Wächter auf deine Mauern gestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht einen Augenblick schweigen sollen. Die ihr den Herrn erinnern sollt [wörtlich: die „Erinnerer“ des Herrn, ein Wort, von dem wir das moderne hebräische Wort für „Sekretär“ ableiten], gönnt euch keine Ruhe! Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem [wieder] aufrichtet, und bis er es zum Ruhm auf Erden setzt!“

In diesem Abschnitt erklärt Gott Seinen Willen. Damit Sein Wille erreicht werden kann, setzt Er Fürbitter ein, hier „Wächter“ genannt, die Gott bitten, Seinen offenbarten Willen zu tun. Wahre Fürbitte bedeutet, dass Gott uns Seinen Willen offenbart und wir dann, durch die Salbung Seines Geistes, Ihn beständig bitten, es zu tun (Lukas 18,1). Hat Er so Viele eingesetzt, in dieser Zeit für diese Nation zu beten, so dass die Juden heimkommen um massakriert zu werden? Klingt das nach dem Gott, den Sie kennen?

Jeremia 30,23-31,10: „Siehe, ein Sturmwind, eine Glut ist vom Herrn ausgegangen; ein sausender Sturm wird sich auf den Kopf der Gottlosen stürzen! Die Zornglut des Herrn wird nicht nachlassen, bis er die Gedanken seines Herzens ausgeführt und zustandegebracht hat; am Ende der Tage werdet ihr es verstehen. Zu jener Zeit, spricht der Herr, werde ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie werden mein Volk sein. So spricht der Herr: Ein Volk, das dem Schwert entflohen ist [Jakobs Drangsal/der Holocaust aus Jeremia 30,7], hat Gnade gefunden in der Wüste. Ich will gehen, um Israel zur Ruhe zu bringen! Von Ferne her ist mir der Herr erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade. Ich will dich wieder aufbauen, ja, du wirst aufgebaut dastehen, du Jungfrau Israel ... Du wirst auf den Höhen Samarias wieder Weinberge pflanzen; die sie angelegt haben, sollen sie auch genießen. Denn es kommt ein Tag, da die Wächter auf dem Bergland von Ephraim rufen werden: Macht euch auf, lasst uns nach Zion gehen, zu dem Herrn, unserem Gott! Denn so spricht der Herr: Frohlockt mit Freuden über Jakob und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, singt und sprecht: Rette, o Herr, dein Volk, den Überrest Israels! Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde; unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander; eine große Gemeinde kehrt hierher zurück! Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; ich will sie zu Wasserbächen führen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht straucheln werden; denn ich bin Israel zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener. Hört das Wort des Herrn, ihr Heidenvölker, und verkündigt es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.

Denken Sie daran, dass es in den ursprünglichen hebräischen oder griechischen Texten keine Kapiteleinteilung gibt. Deswegen ist eine Botschaft manchmal durch von Menschen gemachte Kapitel geteilt – und das ist auch hier in Jeremia der Fall. Wenn ein Kapitel beginnt mit „Zu jener Zeit, spricht der Herr“, dann muss man etwas zurückblicken um herauszufinden, um welche Zeit genau es sich handelt. Es ist klar, dass sich dieser Abschnitt auf „die letzten Tage“ bezieht, und auch auf eine Zeit nach Jakobs Drangsal (30,7).

Dieser Teil ist voller schwerwiegender Folgen. Erstens, der Gott des Tanach, den viele immer noch nur als einen Gott des Gerichts, des Zorns und des Krieges ansehen, spricht eine der liebevollsten und gnädigsten Botschaften, die man in der Schrift nur finden kann, und Er spricht diese zu einem noch unerretteten Israel: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade“ (31,3b). Das hebräische Wort für „lauter Gnade“ ist hier chesed, das man als die sture Liebe Gottes basierend auf Seiner Bindung an Seine Bündnisversprechen definieren könnte, oder einfach gesagt, Seine Bündnisliebe. Seine Wahl fiel auf Israel wegen dem, wer Er ist und nicht wegen dem, was Israel ist – genauso wie Er uns errettet wegen dem, wer Er ist und nicht wer wir sind. Dank sei Gott dafür.

Die Folge Seiner Bündnisliebe ist eine Wiederherstellung Seines Volkes in Seinem Land. Das exakte Gebiet, in dem Er sie laut Seiner Erklärung ansiedelt – Samaria – ist Teil des heute sogenannten „besetzten Gebietes“! Man könnte meinen, dass Gott hätte wissen sollen, wie sehr dies den Rest der Welt in Aufruhr versetzt und dass Er Sein Volk woanders hätte ansiedeln können, aber andererseits war unser Gott nie bekannt dafür, „politisch korrekt“ zu sein.

Das hebräische Wort, das hier für „Wächter“ steht, ist notzrim, was das moderne hebräische Wort für „Christen“ ist. Offensichtlich hatte es für Jeremia nicht diese Bedeutung und es gibt noch ein anderes, gebräuchlicheres Wort für Wächter, das man hätte nehmen können, shomrim. Und doch hat der Heilige Geist, der durch Jeremia geschrieben hat (2. Timotheus 3,16), genau dieses Wort gewählt. Und da es sich hier um eine Endzeit-Prophetie handelt, ist es offensichtlich, dass Gott zur Gemeinde spricht und uns anleitet, für die Errettung des Überrestes Israels zu beten (31,7).

Hier ist die Antwort auf dieses Gebet: Ich bringe sie aus dem Exil heim nach Israel (v. 8-9). Dann in Vers 10 sagt Gott ganz spezifisch, dass es in den letzten Tagen genau hier im Land sein wird, wo Israel Seinen persönlichen Schutz erfährt. „Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.“ Wie Derek Prince immer betont hat, Gott hat Israel zerstreut und nun sammelt Er sie wieder ein, warum würde man bezweifeln, dass Er sie behüten wird? Wie passt also diese Lehre, das Blutvergießen in dem Land noch bevor steht, in dieses klare Bild?

Jeremia 32,37-44: „Siehe, ich will sie sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie in meinem Zorn und Grimm und in meiner großen Entrüstung verstoßen habe, und ich werde sie wieder an diesen Ort zurückführen und sie sicher wohnen lassen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohl zu tun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen, und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohl zu tun; und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele. Denn so spricht der Herr: Wie ich all dieses große Unheil über dieses Volk gebracht habe, so will ich auch alles Gute über sie bringen, das ich über sie rede. Und es sollen Felder gekauft werden in diesem Land, von dem ihr sagt, es sei von Menschen und Vieh verlassen und in die Hand der Chaldäer gegeben. Man wird Felder um Geld kaufen und Kaufbriefe schreiben und sie versiegeln und Zeugen bestellen im Land Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem, in den Städten Judas, in den Städten des Berglandes und in den Städten der Schephela, auch in den Städten des Negev; denn ich will ihr Geschick wenden! spricht der Herr.“

Manchmal ist es bei den prophetischen Aussagen Gottes so, dass die nahe und ferne Zukunft zusammenkommen, mit einem großen Zeitsprung in der prophetischen Aussage selbst. Natürlich können wir das erst erkennen, wenn es bereits geschehen ist, aber Jeschua interpretierte Jesaja 61,1-3 auf diese Weise. In einer Synagoge in Nazareth zitierte Er den ersten Teil dieser Prophetie so, dass sie sich vor den Augen derjenigen, die Ihm zuhörten, erfüllte. „Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn ...“ (61,1-2a). Dann hörte Er mitten im Satz auf und setzte sich hin. Der Rest dieser Prophetie kommt in unseren Tagen zur Erfüllung – vor unseren Augen: „... und den Tag der Rache unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden; um den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes, dass sie genannt werden ‚Bäume der Gerechtigkeit’, eine ‚Pflanzung des Herrn’ zu seinem Ruhm.“

In der vorherigen Prophetie aus Jeremia 32 wird die Eroberung durch die Chaldäer jener Tage kurz erwähnt, aber die endgültige Erfüllung findet ganz klar in unseren Tagen statt. Noch einmal, Gott sagt, dass Er die Juden aus allen Nationen, in die Er sie verstreut hat, sammeln wird – nicht nur aus Babylon. Dies erfüllt sich heute. Er sagt auch, dass nachdem Er sie eingesammelt hat, sie sicher leben und als Nation errettet werden würden – wir freuen uns darauf, beides in sehr naher Zukunft mit unseren eigenen Augen zu sehen.

Ist euch klar, dass dieser Vers 41 die einzige Stelle im gesamten Wort Gottes ist, wo Er sagt, dass Er etwas mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele tun wird? Und es hat mit der physischen Wiederherstellung der Juden in dem physischen Land Israel zu tun – einschließlich aller „besetzten Gebiete“. Wenn Gott dies ganz offen vor der Welt zu Seinem Ruhm tut, macht es dann Sinn, dass nachdem sie angesiedelt sind und Land gekauft haben und errettet sind – wie wir es jetzt sehen – Er dann einen weiteren Holocaust zulassen würde? Bitte lesen Sie, was Er im Vers 42 verspricht: „Denn so spricht der Herr: Wie ich all dieses große Unheil über dieses Volk gebracht habe, so will ich auch alles Gute über sie bringen, das ich über sie rede“ (Jeremia 32,42). „Alles Gute“ beschreibt keinen Völkermord.

Gehörst du zu einer Gemeinde, die tatsächlich dem widersteht, was Gott mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele tut? Das Land Gottes, das Er Seinem Volk zu Seinem Ruhm gibt – bezeichnet deine Gemeinde dieses Land ignoranterweise als „besetztes Gebiet“? [Siehe Hesekiel 35] Zieht deine Denomination einen Boykott Israels in Betracht, oder boykottiert sie Israel bereits? Falls du eine Gemeinde besuchst, die behindert, was Gott mit Seinem ganzen Herzen und Seiner ganzen Seele tut, hast du Ihn bereits gefragt, ob Er will, dass du bleibst? Irrtum führ zu mehr Irrtum, und zu verpassen, was Gott in diesen Tagen mit Israel tut, ist einer der schwerwiegendsten Irrtümer/Verführungen der modernen Kirche.

Hesekiel 36 verdient ein eigenes tiefgreifendes Studium. Diese Botschaft an Hesekiel beginnt in Kapitel 35 und warnt Nationen davor, dass das Reden gegen das Land Gottes im Himmel als Blasphemie gehört wird! „Weil du [der ewige Feindschaft gegen Israel hegt (v. 5)] gesagt hast: ‚Diese beiden Völker und diese beiden Länder sollen mir gehören,11 und wir wollen [ihr Gebiet] einnehmen!’, obgleich der Herr dort gewesen ist, darum spricht Gott, der Herr: So wahr ich lebe, ich will mit dir handeln nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, wie du auch nach deinem Hass mit ihnen gehandelt hast; und ich werde mich bei ihnen [Israel] zu erkennen geben, wenn ich dich richte. Du aber sollst erkennen, dass ich, der Herr, alle deine Lästerungen gehört habe, die du gegen die Berge Israels ausgestoßen hast, indem du sprachst: ‚Sie sind verwüstet, uns sind sie zur Speise gegeben!’ So habt ihr mit eurem Mund gegen mich grossgetan und viele Worte gegen mich geredet – ich habe es gehört“ (35,10-13).

Diejenigen, die gegen oder falsch über die Berge Israels sprechen, beschuldigt Gott der Lästerei/Blasphemie – Lügen und Verzerrungen gegen das Land Gottes und Seine Natur zu sprechen. Warum Seine Natur? Wegen den über 200 Malen, die Er versprochen hat, dieses Land Seinem Volk zu geben, einschließlich der 40 Male, bei denen Er schwört, dies zu tun. Wie Er in Hesekiel 36 sagt, diese Wiederherstellung Seines Volkes in Sein Land ist um Seines Heiligen Namens Willen (36,22-23). Wenn also die Wiederherstellung Israels verhindert werden könnte, dann würde dies beweisen, dass unser Gott sowohl ein Lügner als auch unfähig ist, zu tun, was Er ganz klar versprochen hat.

Bedeutet dies, dass alle Politiker und Medienleute, sogar Pastoren und Christen, die Seine Berge als „besetzte Gebiete“ bezeichnen, Gott lästern? Er alleine kennt die Herzen (Jeremia 17,9-10) – aber bitte versteht auch, dass Er es sehr ernst nimmt, wenn jemand gegen Sein Land und Sein Volk spricht (1. Mose 12,312). 

In Hesekiel 36,8-12 befiehlt Gott Hesekiel folgende Worte des unglaublichen Segens zu Seinen Bergen zu sprechen – symbolisch für Sein ganzes Land (v. 4-5): „Ihr aber, ihr Berge Israels, lasst eure Zweige sprossen und tragt eure Frucht für mein Volk Israel; denn sie sollen bald heimkehren! Denn siehe, ich komme zu euch und wende mich euch wieder zu, und ihr sollt angebaut und besät werden! Ich will viele Menschen auf euch wohnen lassen, das ganze Haus Israel, sie alle; die Städte sollen bewohnt und die Trümmer aufgebaut werden. Ich will Menschen und Vieh auf euch zahlreich machen, und sie werden sich mehren und fruchtbar sein ... ich will ... euch mehr Gutes erweisen als je zuvor; und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin! Und ich will Menschen auf euch wandeln lassen, nämlich mein Volk Israel; die sollen dich besitzen, und du sollst ihr Erbteil sein und sie künftig nicht mehr der Kinder berauben!

Während die komplette Erfüllung dessen noch bevorsteht, deckt diese Prophetie die Zeit von 1880, als die Juden begannen in großen Wellen Alijah zu machen, bis zur Zeit ihrer Erlösung ab, wie der Rest dieses Kapitels heraushebt. Wo in diesen kostbaren Versprechen sehen wir einen weiteren Holocaust? Das tun wir nicht; ganz im Gegenteil. Wenn Gott sagt, dass Er dies um Seines Heiligen Namens willen tut – und nicht weil Israel eine so gerechte, heilige Nation ist (36,16-23; 31-32), warum sagen dann manche Menschen, dass Er es zulassen muss, dass Sein Volk in großen Mengen abgeschlachtet wird, um wenige zu retten? Wird Ihm das wirklich Ehre bringen? Aber Gott sagt, trotz allem was die Juden sind und was sie getan haben und oft Seinen Namen entehrt haben, tut Er dies für Sich selbst. Er sammelt sie aus den Nationen (v. 24), rettet und reinigt sie (v. 25-27) [die beste Beschreibung für die Wiedergeburt in der gesamten Schrift!], siedelt sie in ihrem Land an und segnet sie (v. 28-30). Und nach der Errettung sehen sie ihre Missetaten und tun Buße (v. 31-32; vgl. Sacharja 12,10-14). Das ultimative Ziel von Israels Wiederherstellung und Errettung wird sein, dass viele Nichtjuden sehen werden was Gott in Israel tut und Ihm die Ehre geben werden (v. 33-36).

Eine letzte Bemerkung: In Vers 37 sehen wir, dass es nur eine Sache gibt, die Gott von Seinem Volk braucht, um das alles zu bewerkstelligen. Nicht Buße, nicht Anbetung, keine Gemeindeversammlungen, nicht mehr Finanzen – nur das, wonach Er immer sucht – Fürbitte! Er wartet darauf, dass wir Ihn bitten zu tun, was Er tun will (Jesaja 62,6-7; Hesekiel 22,30; Matthäus 6,9-10).13

Sacharja 8,2-8: „So spricht der Herr der Heerscharen: Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem Grimm eifere ich für es. So spricht der Herr: Ich will wieder nach Zion zurückkehren, und ich werde Wohnung nehmen mitten in Jerusalem, und Jerusalem soll ‚die Stadt der Wahrheit’ heißen und der Berg des Herrn der Heerscharen ‚der heilige Berg’ ... Es sollen noch alte Männer und alte Frauen in den Straßen Jerusalems sitzen, jeder mit einem Stab in seiner Hand wegen ihres hohen Alters. Und die Straßen der Stadt sollen erfüllt werden mit Knaben und Mädchen, die auf ihren Straßen spielen ... Wenn das wunderbar sein wird in den Augen des Überrestes dieses Volkes in jenen Tagen, sollte es auch in meinen Augen wunderbar sein? spricht der Herr der Heerscharen. So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich rette mein Volk aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des Untergangs der Sonne; und ich will sie herbeibringen, dass sie mitten in Jerusalem wohnen sollen; und sie werden mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit.

Dieses Wort kann nicht über die babylonische Gefangenschaft sprechen, denn es wurde ursprünglich zu einem Volk gesprochen, das im Grunde gerade von dort zurückgekehrt war! Außerdem sagt Gott, dass Er Sein zerstreutes Volk aus dem Osten und Westen einsammeln wird. Im Westen Israels liegt das Mittelmeer. Gott fügt hinzu, dass wir alte Menschen und Kinder auf den Straßen Jerusalems sehen werden. Wenn man in Jerusalem lebt, dann ist das genau, was wir heute sehen und es stimmt auch mit Psalm 147,2 überein: „Der Herr baut Jerusalem; die Zerstreuten Israels wird er sammeln.“

Wieder einmal sehen wir das grundsätzliche Muster, dass Juden zurückkehren und ihnen dann Jeschua als ganze Nation offenbart wird. Schließlich kann man nur Gottes Volk in Wahrheit und Gerechtigkeit sein, wenn man im Messias ist (Johannes 14,6; 2. Korinther 5,21).

Wir sehen Psalm 102,1-8 als eine Bestätigung all dessen, was wir oben gesagt haben. Dieses Kapitel beginnt mit einer Beschreibung des Nazi-Holocaust und fährt dann mit der Geburt des modernen Israels fort. Begleitend dazu findet eine globale Erweckung statt und all dies gibt den grundsätzlichen Zeitrahmen der Rückkehr des Messias vor. 

V. 1-4: „Ein Gebet des Elenden, wenn er verzagt ist und seine Klage vor dem Herrn ausschüttet. O Herr, höre mein Gebet, und lass mein Schreien vor dich kommen! Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tag meiner Not! Neige dein Ohr zu mir; an dem Tag, da ich rufe, erhöre mich eilends! Denn meine Tage sind in Rauch aufgegangen, und meine Gebeine glühen wie ein Brand.“

Die letzte Zeile ist ein klares Bild von dem Ende der Juden in den Öfen der Konzentrationslager.

V. 5-6: „Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras; ja, ich habe vergessen, mein Brot zu essen. Vor meinem Stöhnen und Seufzen klebt mein Gebein an meinem Fleisch.“

Welch eine treffende Beschreibung der Überlebenden der Konzentrationslager.

V. 8: „... ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.“

Dies symbolisiert jemanden, der seinen Ehepartner verloren hat.

V. 9: „Täglich schmähen mich meine Feinde, und die gegen mich toben, schwören bei mir.“

Manche sagen, dass das Hebräische auch „sie benutzen meinen Namen gegen mich“ übersetzt werden kann, was ein perfektes Bild von dem berüchtigten „gelben Stern“ ist, den die Juden gezwungen wurden zu tragen.

V. 10: „... denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Tränen.“

Wegen all der Körper, die verbrannt wurden, gelangte Asche überall hin, auch in das Essen.

V. 11: „... wegen deines Grimms und deines Zorns, denn du hast mich aufgehoben und hingeschleudert.“

In der Schrift gibt es keine zweite Ursache, denn sowohl die Autoren als auch diejenigen, über die sie geschrieben haben, glaubten wirklich daran, dass Gott souverän war, und nichts passieren konnte, außer Er veranlasste oder erlaubte es. Während Christen heutzutage zögern mögen zu denken, dass Gott die ultimative Ursache von Allem sei, oder derjenige, der unterm Strich die Verantwortung für alles übernimmt, tut dies die Bibel nicht. „Der Herr regiert“ (Psalm 93,1a; 96,10b; 97,1a; 99,1a); „Der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Königsherrschaft regiert über alles“ (Psalm 103,19); „Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht gewirkt hat?“ (Amos 3,6b); „Denn Gott hat ihnen [den zehn Königen] ins Herz gegeben, seine Absicht auszuführen und in einer Absicht zu handeln und ihr Reich dem Tier [dem Antichristen] zu geben, bis die Worte Gottes erfüllt sind (Offenbarung 17,17).

V. 12: „Meine Tage sind wie ein langgestreckter Schatten, und ich verdorre wie Gras.“

All diese Verse reihen sich im Geist mit dem ein, was über Jakobs Drangsal in Jeremia 30 gesagt wird. Aber jetzt, wenn der Psalmist auf den Herrn Selber schaut, beginnt er, eine wunderbare Zukunft zu prophezeien.

V. 13-14:  „Aber du, o Herr, thronst auf ewig, und dein Gedenken bleibt von Geschlecht zu Geschlecht. Du wirst dich aufmachen und dich über Zion erbarmen [rachem – aus der hebräischen Wurzel für die Gebärmutter einer Mutter]; denn es ist Zeit, dass du ihr Gnade erweist; die Stunde [moed – eine Zeit, die von Gott terminiert wurde] ist gekommen!“

Welch eine Beschreibung der Wiedergeburt des modernen Staates Israel – weil dies gleich nach dem Holocaust und nur wegen der erstaunlichen Bündnisliebe Gottes und Seinem perfekten Zeitplan geschah. Welche anderen Nationen sind schließlich jemals geboren – ganz zu schweigen von wiedergeboren – worden, als sie sich gerade am schwächsten Punkt in ihrer gesamten Zeitgesichte befanden (Jesaja 66,8-9)?

V. 15:  „Denn deine Knechte lieben [Zions] Steine und trauern über ihren Schutt.“

Israelis neigen sehr dazu – entweder indem sie Steine oder archäologische Gegenstände sammeln oder einfach dadurch, dass sie dieses Land, welches uns Gott in Seiner Gnade gegeben hat, lieben und bearbeiten.

V. 16: „Dann werden die Heiden den Namen des Herrn fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit ...“

Viele von denen, die an diese „Jakobs-Drangsal-steht-noch-bevor“-Lehre glauben, sagen, dass nachdem Israel – wer auch immer noch übrig ist – errettet ist, es eine enorme weltweite Erweckung geben wird. Aber dieser Psalm sagt, dass die weltweite Erweckung statt findet, während Israel in seinem Land wiederhergestellt wird. Missiologen haben berichtet, dass seit ungefähr 1900 [Juden begannen in nennenswerten Zahlen Mitte der 1880er in der Ersten Alijah zurückzukehren], mehr Menschen in das Königreich Gottes gekommen sind, als in allen vorhergehenden Jahrhunderten zusammen! Bedenken Sie, dass die moderne Pfingstbewegung kurz nach der Ersten Alijah begonnen hat. Und ungefähr zur Zeit, als Jerusalem durch Israel in 1967 zurückerobert und nicht länger durch Nichtjuden niedergetrampelt wurde kam die Jesus-Bewegung und die moderne charismatische Bewegung auf. Seit 1967 sind mehr Juden zu ihrem Messias gekommen, als in irgendeiner anderen Zeitperiode seit dem Anfang der Apostelgeschichte. Auch unter Moslems, Chinesen, Hindus, Mongolen, Afrikanern und anderen Menschengruppen sind große Mengen errettet worden – alle um die Zeit der Wiederherstellung Israels herum. Also geschieht diese große endzeitliche Erweckung, auf die so viele warten, tatsächlich schon heute – nur nicht im Westen, wo große Teile der Kirche unter dem Fluch stehen, der die Ersatztheologie begleitet (1. Mose 12,3; vgl. Galater 3,17).

V. 17:  „... wenn der Herr Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit ...“

Hier haben wir eines der deutlichsten Zeichen für die Zeit der Rückkehr Jeschuas, wenn Zion nach dem Holocaust wieder aufgebaut ist. Jeschua kam das erste Mal in Demut, auf einem Esel reitend (Sacharja 9,9). Dieser Vers bezieht sich auf Seine baldige Rückkehr in Herrlichkeit – auf einem Kriegspferd reitend (Offenbarung 19,11-16). „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Matthäus 24,30).

V. 18-19: „... wenn er sich zu dem Gebet der Verlassenen gewendet und ihr Gebet nicht verachtet hat. Das wird man aufschreiben für das spätere Geschlecht [wörtlich, ‚die letzte Generation’], und das Volk, das geschaffen werden soll, wird den Herrn loben.“

Was für ein Gott ist Er?

Belügt Er die Gemeinde, wenn Er sie beauftragt zu tun, was immer Er sagt um dabei zu helfen, Sein jüdisches Volk wiederherzustellen (Jesaja 49,22; 60,3-11, usw.) und zu trösten (Jesaja 40,1-2) und zu erretten (Jeremia 31,7; Römer 11,11; 30-32)? Sie waren Feinde des Evangeliums um der Heiden willen und während die meisten Juden immer noch in diesem Zustand verbleiben, sagt Gott, dass sie trotzdem Geliebte um der Väter willen sind (Römer 11,28).

Würde der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott, dessen grundlegende Natur sich am Besten durch die Inkarnation als Jeschua, der Jude, ausdrückt (Jesaja 7,14; Kolosser 1,15; Hebräer 1,3), Sein Brautmahl feiern, während Sein Bündnisvolk, das immer noch „geliebt um der Väter willen“ ist, abgeschlachtet wird? Jeschua selbst sagte: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen“ – und kurz darauf weinte Er über Jerusalem, weil Er wusste, was ungefähr 40 Jahre später geschehen würde (70 n. Chr.). Würde Er jetzt, da Jerusalem umzingelt ist, Seine Vermählung feiern? Wirklich nicht! Gott hat verkündet, dass Er YHWH ist, der sich nicht verändert, deswegen werden die Kinder Jakobs nicht zugrunde gehen  (Maleachi 3,6). Immer wenn dieser spezielle Aspekt dieser verstörenden Lehre auftaucht, lästert er die grundlegende Natur Gottes.

Fazit

Prophetie wäre so viel einfacher zu verstehen, wenn sie nicht über die Zukunft sprechen würde! Gott kann Sein Wort bis ins kleinste Detail erfüllen, denn nur Er kennt das Ende vom Anfang an. Wenn wir jedoch zurück blicken, sehen wir wie treu Gott buchstäblich alles erfüllt, was Er gesagt hat – in den prophetischen Aussagen, die buchstäblich aufgefasst werden müssen.

Einige der prophetischen Aussagen Gottes sollen aber nicht buchstäblich verstanden werden, vor allem wenn sie aus Träumen und Visionen stammen. Visionen und Träume verwenden symbolische Bilder und Metaphern um eine Realität auszudrücken, die jenseits von dem liegt, was wir normalerweise als „real“ sehen. Wir gehen nicht davon aus, dass der Antichrist wirklich ein Tier mit sieben Köpfen, zehn Hörnern, zehn Kronen und dem Namen der Lästerung auf seinen Köpfen sein wird, das aus dem Meer kommt (Offenbarung 13,1). Und obwohl es sein kann, dass 144.000 jungfräuliche männliche Israelis dem Lamm folgen werden, könnte diese Zahl auch als symbolisch angesehen werden. Es ist wichtig zu wissen, dass Teile der Bücher Daniel, Sacharja und der Offenbarung zu einem Genre gehören, das sich „Jüdische Apokalypse Literatur“ nennt und welches Visionen, Träume, Symbole und Metaphern betont, um tiefe Wahrheiten auf eine nicht buchstäbliche, eher bildhafte Weise zu vermitteln. Während sich vieles aus diesen Büchern auch buchstäblich erfüllen kann, ist es aber nicht nötig für Gott um alles treu zu erfüllen, was Er gemeint hat, als Er uns Sein Wort mitgeteilt hat.

Stört uns das? Sind wir in unseren endzeitlichen prophetischen Vorstellungen so dogmatisch geworden, dass wenn Gott erfüllt, was Er gesagt hat – aber auf eine Weise, die nicht damit übereinstimmt, was wir bereits entschieden haben – wir es verpassen würden auch wenn es gerade vor unseren Augen passiert? Sind einige so davon überzeugt, dass die Entrückung vor der Trübsal statt findet, dass sie andernfalls nicht in der Lage wären, den Antichristen zu erkennen, weil die Gemeinde, laut ihrem prophetischen Plan, bereits weg sein würde, bevor er erscheint?

Erkennt ihr, die ihr Israel liebt, warum diese Lehre, die wir in dieser Studie analysiert haben, bei vielen Israelis und Juden als totale Heuchelei ankommt? Sie verstehen die Bedeutung dieser Lehre richtigerweise so, dass die Kirche die Juden zurück in Israel haben will, so dass Jesus Christus zurückkehrt – aber erst nachdem die Juden abgeschlachtet sind. Und die Kirche wäre natürlich in der Herrlichkeit – feiernd – während all dies auf der Erde passiert. Wie könnte dies nur annähernd die Juden zur Eifersucht reizen? Welcher Jude würde überhaupt einem Gott dienen wollen, der es zulässt, dass Sein Volk noch einmal abgeschlachtet wird – während Er sagt, dass Er sie liebt? Juden haben wegen des Nazi-Holocaust schon genug Fragen an ihren Gott. Das hat sie nicht näher zu Ihm gebracht. Es hat eher noch einige wichtige Fragezeichen bezüglich dessen hinzugefügt, welche Art von Gott Er ist – und viele Juden hat es dazu gebracht, sogar in Frage zu stellen, ob es überhaupt einen Gott gibt. Und sagt Paulus nicht auch ganz klar, dass „Gottes Güte zur Buße leitet“ (Römer 2,4)?

Wir haben eine schriftgemäßere Alternative zu der Lehre dargelegt, dass Jakobs Drangsal und die Ausrottung von zwei Drittel Juden im Land Israel noch bevorstehen. Wir erwarten nicht, dass jeder, der dies liest, gleich zustimmt. Tatsächlich vermuten wir, das dies einige verärgern wird, die unachtsamerweise diese Lehre zu einem Teil ihres „prophetischen“ Dienstes gemacht haben.

Es steht jedoch außer Zweifel, dass Gott Sein Volk heutzutage nach Hause bringt. Und es steht außer Zweifel, dass Er von der Gemeinde erwartet, dabei zu helfen. Deswegen musst Du nachdenken und entscheiden, ob der Gott, dem du dienst, der Eine, der zu den Juden sagt, „Ich habe dich geliebt mit einer ewigen Liebe“, wirklich Sein jüdisches Volk als Lämmer, die geschlachtet werden sollen, zurückbringt, oder um sie zu erretten. Und wenn es Seine Absicht ist, dass sie ihren König treffen, den Messias Jeschua, und wenn es die Güte Gottes ist, die zur Buße führt, und wenn Er Seinem Volk eine Hoffnung und eine Zukunft versprochen hat, dann müssen die prophetischen Pläne, dir wir so gerne kreieren, vielleicht geändert werden. Vielleicht ist es auch eine gute Idee damit zu beginnen, das Wort im Kontext zu studieren.

„Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt“ (2. Timotheus 2,15).

 

1 Um den Watchmen from Jerusalem online zu lesen, gehen Sie bitte auf die Internetseite von Intercessors for Israel (auf deutsch unter www.ifi-deutschland.org). Um diesen Rundbrief als E-Mail zu erhalten, klicken Sie bitte hier und füllen Sie das Formular aus.

2 Intercessors for Israel, PO Box 28368, Jerusalem 91283, Israel, www.ifi.org.il

3 Wir sind über die schlampige Auslegung erstaunt, die aussagt, dass „Jakobs Drangsal“ das gleiche ist, wie die „große Drangsal“. „Jakobs Drangsal“ bezieht sich spezifisch auf Jakob – auf Israel und sein Volk, die Juden. Jeschua und einer der Ältesten im Himmel verkünden jedoch, dass die „große Drangsal“ über die ganze Welt kommen wird (Matthäus 24,21; Offenbarung 7,14). Und während Israel und die Juden auch durch die „große Drangsal“ betroffen sein werden, ist die „große Drangsal“ trotzdem nicht das gleiche wie „Jakobs Drangsal“.

4 HERR = Sein persönlicher Name im Tanach, auch bekannt als Tetragramm. Während es höchstwahrscheinlich Yahweh ausgesprochen wird ist das aber nicht sicher. Wir schreiben YHWH, das sind die vier Buchstaben Seines Namens im Hebräischen, auch um uns daran zu erinnern, dass der Gott und Vater unseres Herrn Jeschuas, des Messias, einen persönlichen Namen hat, den Er in Seinem Wort Tausende Male verwendet hat.

5 Zum Beispiel, während Petrus sagte, dass das Ausgießen des Heiligen Geistes an Shavuot, dem Pfingsttag, wie es in Apostelgeschichte 2 steht, eine Erfüllung von Joel 2,28-29 war, erwarten viele noch die endgültige Erfüllung – wenn ganz Israel errettet wird, denn im Zusammenhang sprechen sowohl Joel als auch die Apostelgeschichte spezifisch über die Juden. Wir können nicht erkennen, dass dies zu einer zukünftigen endzeitlichen globalen Erweckung passt, welche das „tiefe Dunkel“ vertreiben wird. Erweckung passiert jetzt!

6 „Sacharja 12-14 heute“, Chuck Cohen, Kontaktiere IFI – www.ifi.org.il – um ein kostenloses Exemplar zu bekommen.

http://www.trumpetsounds.com/twothirds.html

8 Hier ist eine Liste mit einigen der vielen Verse, die aussagen, dass das Land Israel den Kindern Israels durch YHWH, den Gott Israels, als ihr Erbteil gegeben worden ist: 4. Mose 34,21; 5. Mose 4,21; 25,19; Josua 11,23; 1. Könige 8,36; 1. Chronik 16,18; Psalm 135,10-12; Jeremia 3,18-19; Hesekiel 36,8-12

9 Das Hebräische Wort goyim wird in verschiedenen Versen als Nationen, Nichtjuden oder Heiden übersetzt. Manchmal zeigt der Kontext an, dass das eine oder andere Wort besser wäre. Manchmal wird in der englischen Übersetzung nicht das beste Wort für den Zusammenhang benutzt.

10 Siehe unsere WFJ Lehre, Warum Gott die Nationen richtet, für einen genaueren Blick auf diese wichtige aber oft ignorierte Lehre: http://ifi-deutschland.org/index.php/waechterarchiv/88-waechter-2a-2013

11 Hesekiel prophezeite inmitten des babylonischen Exils, als die Juden noch als zwei Nationen betrachtet wurden – Israel und Juda. Nach dem Exil wurden sie als die Juden bekannt und ihre Nation als Israel.

12 1. Mose 12,3a: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Im hebräischen ist das Wort für „segnen“ zwei mal das gleiche, aber es werden zwei verschiedene Worte für „verfluchen“ verwendet. Gott wird auf alle Arten, die das Wort für Ihn bedeuten, diejenigen verfluchen, die Sein Volk verfluchen – verleumden, erniedrigen, ignorieren, auf antisemitische Weise gegen es handeln.

13 Für weitere Lehre und Ermutigung über das Thema „biblische Fürbitte“, erforschen Sie bitte die Webseite von Intercessors for Israel, www.ifi.org.il (auf Deutsch http://ifi-deutschland.org)